Ein Quellstein für Moyland, aufgestellt im Achsenkreuz des Kräutergartens
Nähert man sich dem Stein in einer meditativen Haltung, verliert er seine monolithische Blockhaftigkeit – in der unmittelbaren Gegenwärtigkeit scheint der Brunnen auf dem Wasser fast zu schweben. Der Durchmesser der segmentartig ausgeformten Wasserquelle im Zentrum ergibt sich aus einer Dreiteilung der Brunnendiagonale. Das Wasser benetzt die die gesamte Oberfläche des Brunnens in pulsierenden, kreisförmigen Ringen, es wird an der Basis aufgefangen und wieder emporgehoben – ein sich immer wieder erneuernder ewiger Kreislauf. Die hohe Dichte und Festigkeit des Granits mit seinen faszinierenden blauen Kristallstrukturen zeigen den unendlichen Zauber des 200 Millionen Jahre alten Steins.
Quellstein, im Kräutergarten Museum Schloss Moyland
Foto: Alfred Gebauer